Die Gitarre übernimmt offenbar geschmackvoll die Funktion des Gesangs. Melodien, einfach und verständlich, fast zum Mitsummen, wechseln sich spannungsgeladen mit virtuosen Einlagen ab. Zunächst waren fast ausschließlich Musiker im Publikum, schnell ist jedoch ein breitgefächerter Zuhörerkreis eröffnet. Man spielte plötzlich auch in Domänen der Coverbands - auf Stadtfesten und Hochzeiten.
Ständig wird das Material verfeinert, genau wie die Infrastruktur der Gruppe. Unmerklich wird die Rhythmussektion mehr betont, und überaus abwechslungsreich geht es nun zur Sache. Lars Bilke am Bass und Gereon Homann an den Drums zaubern teils vertrackte, aber immer treibende Grooves, Drumloops verdichten den Sound, man spricht von "Instrumental-Hip-Rock".
Performanceseitig werden Tänzerinnen hinzugezogen. Ein echter Glücksgriff - Ines Klughardt tanzt sich die Seele aus dem Leib, sie windet sich, kriecht, springt zu den Klängen von DOC HEYNE , ihr Mienenspiel von lasziv über verletzlich bis gezielt ordinär - es ist ein optischer Genuss.
Aktuell liegt der dritte Longplayer namens [´drai] vor- ein akustischer Frontalangriff nicht zuletzt wegen des genialen Mixes von Vince Sorg (Produzent der "Toten Hosen")
