Seine Band - The Thunderbirds - wurde in den Clubs von Hamburg und London immer bekannter. Langsam wuchs die Gefolgschaft und es wurde die erste Single aufgenommen. Zu den Mitgliedern der Thunderbirds gehörten ab 1964 alte Bekannte des Rockzirkus: Dave Greenslade, der später mit Chris Farlowe bei Colosseum spielte, und Albert Lee, der Gitarrist von Eric Clapton und Bill Wymans Rhythm Kings. Mit von der Partie waren außerdem:
Bugs Waddell (bass) Ian Hague (drums) und Jerry Temple (perc.). Carl Palmer, der Drummer von Emmerson Lake & Palmer, war ebenfalls in einer frühen Formation dabei.
Albert Lee hatte eine hohe Meinung von der Qualität der damaligen Band, aber sie brachte kein Geld. Die Wende kam 1966 in Gestalt von Andrew Loog Oldham. Oldham war damals noch Manager der Rolling Stones und Gründer des neuen Labels „Immediate“. Was lag näher, als die Songs der Rolling Stones zu covern und sich Mick Jagger als Produzenten zu holen?
Die Rolling Stones arbeiteten zu dieser Zeit an „Aftermath“. Chris erzählt bei seinen Gigs davon, dass Mick Jagger und Keith Richard „Out Of Time“ speziell für ihn geschrieben hatten.
“Out Of Time“ brachte endlich den verdienten Erfolg. 1966 fand man den Song auf Platz 1 der Charts.
1996 veröffentlichte Chris Farlowe all diese Songs noch einmal auf der CD „I’m The Greatest“.
Die letzte Besetzung der Thunderbirds bestand aus Albert Lee, Carl Palmer und Pete Solley. 1968 wurde die Band aufgelöst. Lee gründete Head Hands & Feet und Palmer schloss sich der Crazy World Of Arthur Brown an.
Die neue Band wurde Chris Farlowe And The Hill genannt. Es entstanden die Singles „Black Sheep„ und „Put On The Light“ gefolgt von dem Album „From Here To Mama Rose“.
Chris´ alter Kumpel Dave Greenslade holte ihn schließlich zu John Hiseman´s Colosseum, mit der Farlowe eine Weltkarriere startete, und endlich als einer der besten Sänger des Erdballs anerkannt wurde. Aber die legendäre Super-Group löste sich auf.
In den 90ern kam das erste große Comeback von Colosseum. Jon Hiseman trommelte seine Leute der letzten Besetzung zusammen. Chris Farlowe, Dave Greenslade, Dick Heckstall-Smith, Mark Clarke und Clem Clempson nahmen ein Studio Album und ein Live Album auf. Es folgte eine ausgedehnte und äußerst erfolgreiche Tour durch Europa. Es folgten Solo Alben mit Unterstützung von alten Freunden. Auf „Waiting In The Wings“ übernahmen Albert Lee, Alvin Lee, Mickey Moody, Dave Clem Clempson, Geoff Whitehorn, Phil Palmer und Tony Crooks die Gitarren, den Bass zupften Kuma Harada, Leo Lyons und Boz Burell und am Keyboard saß bei einigen Songs Tim Hinkley von Jody Grind.
Wer einen Überblick über das Schaffen von Chris Farlowe haben möchte, sollte sich die Box „Rock 'n’ Roll Soldier“ anschaffen, und wer den begnadeten Sänger live erleben will, sollte am 5. November in den HoppeGarden kommen.


